Roadtrip Normandie

biste einmal da, willste nur noch weiter

Voyage! Voyage!

Unseren ersten Halt haben wir kurzerhand in Holland gemacht.

Da wir auf der Hinreise unbedingt einen Tag in Brügge verbringen wollten – ohne Zeitdruck- versteht sich, haben wir uns also kurzerhand ein einsames Plätzchen am Meer gesucht und sind auch fündig geworden.

Nach der ersten Nacht im Bulli mit Meeresrauschen und Sonnenuntergang, sowie wunderbarem Sonnenaufgang und Dampfer- Tröten zum aufwachen sind wir dann weiter nach Brügge.

Brügge sehen und…… erstmal Kaffee trinken.

Abgesehen von einem kleinen unbeabsichtigtem Abstecher in den Berufsverkehr von Antwerpen ( einmal drin, kommst nich mehr raus) lief alles glatt und wir haben sogar einen kostenlosen Parkplatz innerhalb von Brügge gefunden.

Brügge ist voll mit Touristen. Voll voll und nochmal voll. Ich glaube, es gibt keine Jahreszeit in der es dort ganz normal zugeht. Nichts desto trotz ist es wunderschön dort und jeder, der kann, sollte sich das mindestens einmal in seinem Leben antun.

Nach unserem Tag in Brügge haben wir recht verzweifelt versucht einen Stellplatz an der belgischen Küste zu finden, da es mittlerweile einfach zu spät war bzw. wir zu müde, um bis nach Frankreich durchzufahren.

Da im allseits bekannten Ostende alles voll war und – ganz ehrlich – es war nicht wirklich schön, sind wir im eher unbekannten Westende gelandet. Schöner war es da allerdings auch nicht.
Am nächsten Tag also schnell weiter Richtung Alabasterküste. Richtung Étrétat. Richtung Felsenklippen.

Nächster Halt: Le Tréport. Wo die Bewohner Seilbahn durch nen Tunnel fahren um keine Treppen steigen zu müssen.

Le Tréport

Da war sie also. Die Kreidefelswand. Mitten durch die Stadt bis ins Meer hinein ragen die Felsen.
Wir hatten Glück und ergatterten am Nachmittag den allerletzten Stellplatz oben auf den Felsen und konnten über die Stadt und das Meer blicken.

Mit der Funiculaire du Tréport, einer Seilbahn mitten in der Stadt können Bewohner und Touristen fast den ganzen Tag umsonst nach oben oder unten fahren, um sich den langen schweren Treppenaufstieg zu sparen. Wenn man lustig ist, und keine Höhenangst hat, kann man natürlich auch einfach aus Spaß rauf und runter fahren und den Ausblick genießen.

Étrétat

Kreidefelsen. Tourispektakel. EGAL!

Étrétat ist einer der Orte, der richtig gut besucht ist. Und nicht nur von Touristen.

Ganz Mutige klettern bis auf die kleinste Felsspitze, die mehr übers Meer hinausragt als auf einem Felsen zu sitzen, um mit ihrem Selfiestick das spektakulärste Instagram- Selfie zu schießen. Professionellere Portraitshootings finden statt, Teenager liegen mit Gitarre und Bierdosen auf der Wiese und tun, was Teenager halt so tun….

Absperrungen gibt es dort kaum. Wenn man einmal den Aufstieg hinter sich  gebracht hat, hat man eine irrsinnige Aussicht auf das Meer, auf Étrétat, auf weitere Felsformationen… Eine nach der Anderen. Eine anders als die Nächste.

Hier kann man durchaus ein bisschen mehr Zeit verbringen.

Phare d'antifer

St. Jouin Bruneval

In Frankreich gibt es kaum einfache WoMo- Stellplätze, an denen man Sanitäranlagen, Wasser oder Strom hat.

Meistens sind es einfache Parkplätze, die eine Parkgebühr kosten.

In diesem Fall sind wir durch die französischen Karpaten geheizt, ohne zu wissen wo wir landen und fanden prompt diesen kleinen Parkplatz neben einem Leuchtturm. Mit Ausblick – versteht sich. Einen anderen Schlafplatz hätten wir auch nicht so einfach akzeptiert.

Le Mont St. Michel

Der Mont St. Michel darf auf der Tour natürlich nicht fehlen. Muss man mal gesehen haben!
Wenn man durch die ländliche französische Normandie fährt taucht er plötzlich am Horizont auf. Mitten im Nirgendwo zwischen Feldern, Wiesen und Bauernhöfen.

Um dorthin zu kommen muss man als erstes durch ein Riesengroßes Parkplatz-Wirrwarr navigieren, um sich dann auf einen der freien WoMo- Parkplätze für sehr sehr viel Geld zu stellen. Dann kann man nach einem zehnminütigen Fußmarsch mit einer kleinen Bimmelbahn auf die kleine Insel fahren. Mit all den anderen verrückten Touristen.

Es ist unmöglich ein Bild zu machen ohne dass man hunderte Menschen mit fotografiert. Es ist unfassbar voll dort – Was allerdings auch verständlich ist.

Die Insel ist beeindruckend. Als wir dort waren, war leider Ebbe und rundherum gab es nichts als Sand. Bei Flut ist der Anblick sicherlich noch beeindruckender.


St. Malo

Bretagne

Die letzte Station Richtung Süden

Am liebsten wären wir weiter gefahren, aber die Zeit hat leider nicht mehr gereicht.

Dieses Städtchen hat mich wirklich umgehauen, und ich weiß nicht mal so richtig warum.

Die Altstadt ist umringt von alten Stadtmauern. Rundherum kleine Strandabschnitte, Felsen, Inseln, Meer.

Hier findet eine Party mit Dj am Strand statt, dort tummeln sich Surfer. An anderen Stellen sitzen Menschen in den Felsen und picknicken. Es gibt Modeboutiquen, Restaurants, Cafés, Segelboote und sogar einen Irish Pub.

Es ist trubelig, aber trotzdem eine wahnsinnig entpannte Atmosphäre.

Hier gibt es nichts touristisches, außer vielleicht die paar Herren mit Piratenhut, die auf ihren Bötchen herumschippern.

Was will man mehr?